Am 17. September begab ich mich auf den Corti Lauf in die Wiener Innenstadt. Egon Caesar Conte Corti war ein österreichischer Offizier, Historiker und Schriftsteller. Er stammte aus einem alten lombardischen Adelsgeschlecht. Nach dem 1. Weltkrieg, als er aus der Armee verabschiedet wurde, war er auf der Suche nach einem neuen Broterwerb und fing an biographische Arbeiten zu verfassen. Er galt in der Zwischenkriegszeit als Spezialist für biographische Werke über Persönlichkeiten aus der europäischen Hocharistokratie. Corti war zwar Monarchist und trotzdem wurde er Mitglied des 1937 gegründeten „Volksbunds“, der als Tarnorganisation für die zu diesem Zeitpunkt illegale NSDAP in Österreich diente.
Ein Beitrittsgesuch Cortis in die NSDAP wurde mit Verweis auf seine jüdischstämmige Ehefrau Gertrud Mautner Markhof, von der er sich nicht trennen wollte, abgelehnt. Die beiden hatten auch einen Sohn, Ferrante, der 1940 als 15-Jähriger verhaftet und tagelang von der Gestapo unter dem Vorwurf verhört wurde, er habe gegen die Nationalsozialisten konspiriert. Was mit dem Sohn letztendlich geschehen ist, weiß niemand. Er gilt als vermisst im 2. Weltkrieg.
Corti nahm der Tod seines Sohnes den Lebenswillen. Er starb im September 1953, wenige Monate vor seiner Frau. Er wurde am Friedhof von Pressbaum bestattet. Gewohnt hat die Familie am Franziskanerplatz 1, wo sich auch eine Gedenktafel befindet.

Geboren wurde er in Litauen als Sohn eines Italieners und einer Salzburgerin. Die Familie musste 1940 nach der Besetzung von Litauen durch die Sowjetunion nach Bamberg flückten, wo Harald Serafin maturierte. Studiert hat er in Berlin zuerst 7 Semester Medizin, ehe er sich für die Sängerlaufbahn entschied. Am Opernhaus in Zürich lernte er Otto Schenk kennen, der ihm den Weg als „singender Bonvivant der Operette“ wies. Neben Engagements an den Opernhäusern von Köln, Frankfurt und München war er seit 1967 an die Wiener Volksoper gebunden, die zu seiner künstlerischen Heimat wurde.
Der Maler Josef Danhauser wurde im Haus in der Linken Wienzeile 16 geboren und wuchs dort auf. Der Vater erteilte ihm den ersten Zeichenunterricht und ab 1820 besuchte er die Akademie der bildenden Künste Wien bei St. Anna. Mit 21 Jahren wurde er nach Venedig und Triest eingeladen, wo er die italienischen Meister studieren konnte. Einem Jahr später hielt er sich mit seinem Vater kurze Zeit in Prag auf, wo er dem verstorbenen Ludwig van Beethoven die Totenmaske abnahm.
Ab 1832 wandte er sich immer mehr der Genremalerei zu, wobei seine bedeutendsten Werke entstanden. 1841 wurde Danhauser Professor für Historienmalerei an der Akademie. Kurze Zeit später legte er aber sein Amt wieder nieder, um eine lange geplante Reise mit dem Wiener Fabrikanten und Kunstmäzen Rudolf von Arthaber zu unternehmen. Über Gastein reiste er nach Deutschland und Holland. In seinem Haus in der Paniglgasse 7 starb er im Alter von 40 Jahren an Typhus.
Er schloss sich einer reisenden Volkssängergesellschaft an, mit der er in Galizien umherzog. In Lemberg lernte er das Gesangsduo und die Geschwister Käthe und Anna Rieder kennen, die als „Goldamseln“ ihre Auftritte absolvierten. Er schloss sich mit den beiden zusammen und heiratete Käthe. Zuerst zu dritt, später mit Käthe allein trat er in vielen Hallen auf, wie beispielsweise im Orpheum in der Wasagasse. Als Komiker bespielte er zudem unter anderem auch das Varieté Gartenbau und „Venedig in Wien“, einem der ersten Vergnügungsparks im Wiener Prater.
Helene Odilon wurde in Dresden geboren und begann ihre Laufbahn in Chemnitz. Mit 28 Jahren ging sie nach Wien. Sie galt als eine der interessantesten Schauspielerinnen ihrer Zeit und wurde auch in England und den USA gefeiert. Am Deutschen Volkstheater in Wien, dem sie über 13 Jahre hinweg angehörte, spielte sie Madame Dubarry und die Madame Sans-Gêne, die von manchen als ihre Glanzrolle angesehen wurde.