Wer war Adolf Petschek, der am 21. Mai seinen 292. Geburtstag gehabt hätte? Auf seinen Spuren begab ich mich bei meinem heutigen Morgenlauf, der etwas zu schnell war, aber egal.
Adolf Petschek war ein österreich-ungarischer Börsenmakler, dessen Insolvenz im Jahr 1873 den Wiener Börsenkrach auslöste.
Adolf Petschek wuchs mit sieben Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen auf, nach dem 17. Lebensjahr leistete er einen dreijährigen Militärdienst und zog unmittelbar danach nach Wien, wo er die gebürtige Wienerin Julie Kohn heiratete.
1864 erhielt Adolf Petschek im Alter von 29 Jahren eine Zulassung als freiberuflicher Börsenmakler an der Wiener Börse. Das Stammhaus der Wiener Petscheks befand sich in der Praterstraße 25. Sein Maklerbüro für Industrie- und Wertpapiere hatte Adolf Petschek in der Strauchgasse 3, damals genau gegenüber der Wiener Börse. Innerhalb kurzer Zeit erwarb er ein Vermögen von 3 Millionen Gulden, was heutzutage 40,2 Millionen Euro gewesen wäre.
Zur Rekrutierung neuer Kunden schaltete Petschek mehrspaltige Anzeigen in sehr vielen Zeitungen. Durch derartige Medienpräsenz entstand der Eindruck einer hohen Zahlungsfähigkeit. Zur Finanzierung von Bauprojekten gaben die Maklerbanken leichtfertig Pfandbriefe heraus, denen als Sicherheit oft nur halbfertige Häuser, später gar nur geplante Häuser dienten. Ebenso brachten sie Aktien in Umlauf, bei denen, wenn überhaupt, nur Teilsummen gesichert waren. Die später fälligen Nachzahlungsbeträge sollten einfach aus Kursgewinnen beglichen werden. Adolf Petschek galt dabei als „König der Maklergeschäfte“.
In den Morgenstunden des 9. Mai 1873 platzte die Spekulationsblase. Adolf Petschek musste Insolvenz anmelden und gab damit das Signal zum allgemeinen Zusammenbruch. Der Konkurs seines Unternehmens erzwang die zeitweilige Aussetzung des Börsenverkehrs und löste den Wiener Börsenkrach aus. Noch am gleichen Vormittag folgten 120 weitere Bankeninsolvenzen. Innerhalb weniger Wochen fielen die Wertpapierkurse ins Bodenlose. Die Krise weitete sich auf Frankreich sowie die USA aus und erreichte im Herbst Deutschland. Die sich daran anschließende Große Depression dauerte bis zum Jahr 1896.
Später betätigte sich Adolf Petschek nicht mehr im Börsengeschäft, sondern lebte als Privatier. Zudem besaß er seit 1872 ein Stadthaus in der Börsegasse 12, welches er bis zu seinem Tod als Eigentümer bewohnte.
Der Adolf Petschek Lauf:


Kurzer, schneller Lauf am Morgen auf den Spuren des Schriftstellers Karl Adolph, der in der Reinprechtsdorfer Straße 54 (das Haus schaut definitiv anders aus als damals) und in der Ramperstorffergasse 35 wohnte. 
Nach Gewitterregen und Hagel in der Nacht ist ein kurzer Morgenlauf besonders angenehm. Der Filmproduzent Danny Krausz feiert am 12. Mai seinen 68. Geburtstag und so ging es zu der von ihm gemeinsam mit Milan Dor gegründeten Produktionsfirma Dor Film in die Bergsteiggasse 36. 
Heute war ich auf den Spuren des Schriftstellers Erich Fried unterwegs, der heute seinen 105. Geburtstag gehabt hätte. Letztendlich waren es doch 11 Kilometer, aber die haben gut getan. Wenn ich bei einer seiner Wohnadressen, Alserbachstraße 11, nicht vorbei gekommen wäre und mir das Haus nicht genauer angesehen hätte, hätte ich wohl nie den ersten Baummieter Österreichs entdeckt, der 1981 in eine Wohnung an dieser Adresse gepflanzt wurde. Ich bin mit Sicherheit schon relativ oft hier vorbei, aber den Baum, der aus dem Fenster wächst, habe ich vorher noch nie gesehen.
Seine politische Lyrik beeindruckte und war umstritten. Zum einen war er der geehrte Dichter, der 1977 einen Lehrauftrag an der Universität Gießen erhielt, zum anderen der scharfe öffentliche Kritiker politischer Zustände, der wegen seiner Aussagen verklagt wurde. Frieds Gedichtbände fanden auch in den 1970er Jahren ein breites Publikum. Sie begleiteten die Entwicklung linker, alternativer Bewegungen in der BRD, teilweise aber auch durchaus kritisch. Er unterstützte die Friedensbewegung und begrüßte die Perestroika Gorbatschows.

Diesmal war ich bei meinem Morgenlauf auf den Spuren von Dionys Schönecker, der heute 138 Jahre alt geworden wäre. Schönecker beendete mit 22 Jahren seine Fussballkarriere mangels Talent und kümmerte sich fortan als Sektionsleiter um die Geschicke bei Rapid. Er kümmerte sich um Dinge, die heute in den Tätigkeitsbereich von Präsident, Manager, Sportdirektor, Trainer und Scout fallen würden. Der Arbeiterverein war damals nicht so breit aufgestellt wie heute und stand nach über einem Jahrzehnt Spielbetrieb knapp vor dem Aus.
Die junge Mannschaft gewann völlig überraschend die erste offizielle Meisterschaft, die 1911/12 ausgespielt wurde. Im folgenden Jahr wurde der Titel ohne Niederlage verteidigt. In den 15 Trainerjahren von Dionys Schönecker holte er beeindruckende acht Meistertitel. Als Sektionsleiter blieb er dem Verein bis zu seinem frühen Tod, er erlag 1938 einer Bauchfellentzündung, erhalten.
In jungen Jahren erkrankte Robert Barany an Knochentuberkulose im Kniegelenk, wodurch sein Interesse an der Medizin geweckt wurde. 1900 promovierte er in Wien und ging als Volontär nach Frankfurt zu dem Internisten Carl von Noorden und danach als Assistenzarzt zu dem Psychiater Emil Kraepelin in Heidelberg, bei dem er sich mit neurologischen Erkrankungen beschäftigte.
Für seine Arbeiten über Physiologie und Pathologie des Vestibularapparates erhielt er den Nobelpreis für Medizin des Jahres 1914. Aufgrund der Kriegsereignisse wurde der Preis jedoch erst 1915 zuerkannt und 1916 überreicht. Die Nachricht davon erreichte ihn im russischen Kriegsgefangenenlager Türkistan. Im Ersten Weltkrieg war Bárány als Chirurg in der k.u.k. Armee tätig und geriet mit dem Fall der Festung Przemyśl 1915 in russische Gefangenschaf. Über Intervention des damaligen schwedischen Kronprinzen und späteren Königs Gustav VI. Adolf und des Roten Kreuzes wurde er aber bereits 1916 entlassen und ging zurück nach Wien. Hier wurde er durch das Verhalten seiner österreichischen Kollegen enttäuscht, die ihm den Nobelpreis neideten.
Anfangs war sie als Volksschullehrerin tätig, doch ihr Ehemann, der Journalist Richard Groner, motivierte sie zum Schreiben. Auguste Groner schuf den ersten deutschsprachigen Seriendetektiv namens Joseph Müller, einen empathischen und sozialen Mann, der sich für seine Mitmenschen interessiert und Mitgefühl für die Verlierer in der Gesellschaft zeigt. Der Polizeidetektiv der k.u.k. Monarchie zeigt sich als würdiger kontinentaler Zeitgenosse von Sherlock Holmes, der in etwa zur gleichen Zeit erschien.
Auf dem Höhepunkt Ihrer Schriftstellerkarriere war sie beinahe populärer als Sir Arthur Conan Doyle. Ihre Bücher wurden auch übersetzt, sie geriet später jedoch für lange Zeit in Vergessenheit. Der Verein der „Mörderischen Schwestern“ verleiht alle drei Jahre die „Goldene Auguste“ an verdiente Krimiautorinnen im deutschsprachigen Raum. ( 
Die Schriftstellerin Alberta von Maytner wäre heute 191 Jahre alt geworden und lebte zuletzt in der Wiener Türkenschanzstraße 3. Sie veröffentlichte auch Werke und Bücher unter den Pseudonymen Margarethe Halm, A. v. Sandec und Paul Andow. 
Der österreichische Schriftsteller und Dichter Robert Hamerling wurde heute vor 196 Jahren geboren. In mehren Städten und Ortschaften Österreichs gibt es Straßen, Gassen oder Parks, die nach ihm benannt wurden. So auch in Wien. Da gibt es den Hamerling Park in der Josefstadt, der mir aber heute nicht in meine Laufroute passte, da ich diesmal eher Richtung Westen wollte. Im 15. Bezirk gibt es noch die Robert Hammerling Gasse und in Hadersdorf eine kleine Sackgasse, die nach dem Schriftsteller benannt ist. 