Heute am 15. September vor einem Jahr ist Schauspieler und Sänger Harald Serafin mit 93 Jahren verstorben. Grund genug, eine kleine Laufrunde zu seiner ehemaligen Wohnung am Rudolfsplatz 2 zu machen bei perfekten Lauftemperaturen und strahlendem Sonnenschein.
Geboren wurde er in Litauen als Sohn eines Italieners und einer Salzburgerin. Die Familie musste 1940 nach der Besetzung von Litauen durch die Sowjetunion nach Bamberg flückten, wo Harald Serafin maturierte. Studiert hat er in Berlin zuerst 7 Semester Medizin, ehe er sich für die Sängerlaufbahn entschied. Am Opernhaus in Zürich lernte er Otto Schenk kennen, der ihm den Weg als „singender Bonvivant der Operette“ wies. Neben Engagements an den Opernhäusern von Köln, Frankfurt und München war er seit 1967 an die Wiener Volksoper gebunden, die zu seiner künstlerischen Heimat wurde.
1989 gab er seine Gesangskarriere nach einer Stimmbandoperation auf und er wechselte ins Schauspielfach. Sein Mentor Otto Schenk holte ihn an die Kammerspiele. 1992 übernahm er die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch, denen er sowohl im künstlerischen als auch im wirtschaftlichen Bereich neue Impulse verlieh. 1992 übernahm er die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch, denen er sowohl im künstlerischen als auch im wirtschaftlichen Bereich neue Impulse verlieh.
Dem breiten österreichischen Publikum ist Serafin spätestens seit seinen Auftritten als Juror in der zweiten Staffel der TV-Show Dancing Stars bekannt, die im Frühjahr 2006 im Programm ORF 1 ausgestrahlt wurde. Mit meist unverbindlichen, oft auch nichtssagenden Kommentaren gab er gekonnt den Part des „freundlichen“ Jurors, der auch schwächere Tanzdarbietungen mit guten Noten bewertete. Mit Fortdauer der mehrmonatigen Show erlangte sein häufig wiederkehrender Kommentar „“Es war wunderbar!“ den Status eines Running Gags. Danach wurde er von den Medien zum „Mister Wunderbar“ gekürt.
