In der Früh gab es diesmal eine kühle, angenehme Temperatur. Nach der Hitze war es wieder einmal toll, bei diesem Wetter zu laufen.
Der Maler Josef Danhauser wurde im Haus in der Linken Wienzeile 16 geboren und wuchs dort auf. Der Vater erteilte ihm den ersten Zeichenunterricht und ab 1820 besuchte er die Akademie der bildenden Künste Wien bei St. Anna. Mit 21 Jahren wurde er nach Venedig und Triest eingeladen, wo er die italienischen Meister studieren konnte. Einem Jahr später hielt er sich mit seinem Vater kurze Zeit in Prag auf, wo er dem verstorbenen Ludwig van Beethoven die Totenmaske abnahm.
Ab 1832 wandte er sich immer mehr der Genremalerei zu, wobei seine bedeutendsten Werke entstanden. 1841 wurde Danhauser Professor für Historienmalerei an der Akademie. Kurze Zeit später legte er aber sein Amt wieder nieder, um eine lange geplante Reise mit dem Wiener Fabrikanten und Kunstmäzen Rudolf von Arthaber zu unternehmen. Über Gastein reiste er nach Deutschland und Holland. In seinem Haus in der Paniglgasse 7 starb er im Alter von 40 Jahren an Typhus.
Danhauser war neben Ferdinand Georg Waldmüller der liebenswürdigste Sittenschilderer des Biedermeier. Seine Bedeutung liegt in der stärkeren individuellen Note und persönlichen Auffassung, die er in die bürgerliche Genremalerei brachte, sowie im koloristischen Wert seiner Bilder.
