Heute hätte der Interpret des Wiener Liedes, Hansl Schmid, seinen 128. Geburtstag gehabt. Daher begab ich mich bei meinem heutigen Lauf auf die Spuren dieses Interpreten. Sein Geburtshaus befindet sich in Ottakring in der Redtenbachergasse 45, wo sich auch eine Gedenktafel befindet. Schon in den 1920er Jahren hatte Hansl Schmid schon viele Auftritte in Wiener Heurigenlokale.
Aufgrund seiner mittlerweile sehr hohen Popularität wurde Hansl Schmid 1940 zu einem Vortrag in ein Heurigenlokal im Scheiberweg gerufen, wo er auf Joseph Goebbels und dessen Berliner Begleitung traf. Am Ende seines Fiakerlieds erkundigte sich der Propagandaminister von wem das schöne Lied sei. Hansl Schmid antwortete, dass das Lied „von einem Juden“ sei, Goebbels soll die Antwort ignoriert haben.
An seinem Geburtstag am 1. Dezember 1952 eröffnete Schmid das ehemalige Kaffeehaus Theresienhof als Cafe Schmid Hansl, das bis heute ein beliebter Auftrittsort von Wienerliedsängern und Schrammelmusikern ist. Vor der Übernahme des Lokals warnte ihn der ehemalige Besitzer des Kaffees noch: „Ich sage Ihnen ganz ehrlich, die paar Gäste, die kommen, sitzen bei einem kleinen Schwarzen, sieben Glaseln Wasser und lernen alle Zeitungen auswendig“.
Aber Hansl Schmid pachtete das Lokal trotzdem. Er wollte nie ein Tagescafe haben, sondern ein kleines Cafe als Nachtlokal zur Pflege des gesellschaftlichen Kontaktes und vor allem des Wienerliedes. Der Kauf des Lokals war für Hansl Schmid ein Experiment. Am Eröffnungstag hatte er nur mehr 10 Schilling. Darauf sagte er nur: „Entweder es wird ein Erfolg oder die Pfändungsbeamten werden in den nächsten Tagen auftauchen„. Doch schon am Eröffnungstag strömten die Gäste in das neue Lokal. Mittlerweile hat das Cafe nur mehr an Wochenenden offen oder wenn ein Konzert stattfindet. Es wird also Zeit, dieses Lokal einmal zu besuchen. ( https://www.schmidhansl.wien/cafe/cafe-schmid-hansl/ )
Der Hansl Schmid Lauf:


Bei Temperaturen um 0 Grad und blauem Himmel, nachdem die Sonne aufgegangen ist, war ich bei meinem heutigen Morgenlauf auf den Spuren des österreichisch-amerikanischen Komponisten Erich Wolfgang Korngold unterwegs. Korngold wurde in eine jüdische Familie geboren und galt bald als musikalisches Wunderkind. Schon mit 11 Jahren erregte er Aufsehen, als er das Ballett „Der Schneemann“ komponierte. In der Theobaldgasse, wo er aufwuchs und die meiste Zeit wohnte, komponierte er mit der Oper „Die tote Stadt“ sein bedeutendstes Werk. 1934 während der Zeit des Austrofaschismus folgte Korngold der Einladung von Max Reinhardt nach Hollywood, um für dessen Film „A Midsummer Night’s Dream“ (Ein Sommernachtstraum) die Filmmusik zu arrangieren. Daraufhin verbrachte er die nächsten Jahre vor allem die Winter in Kalifornien als Filmkomponist der Warner Brothers.
Für Warner Brothers bedeutete die Verpflichtung Korngolds einen Prestigegewinn und er erhielt mehr Freiheiten als andere Filmkomponisten. Er durfte sich seine Projekte frei aussuchen und erhielt ein großzügiges Gehalt. Für den 1936 entstandenen Film „Anthony Adverse“ erhielt er im Folgejahr den Oscar, den zweiten Oscar dann 1938 für „Robin Hood – König der Vagabunden“. Er beeinflusste auch die Musik von John Williams zu Star Wars. Insgesamt verfasste er zwischen 1935 und 1946 die Musik für 19 Filme, insbesondere für Abenteuerstreifen wie „Der Herr der sieben Meere“ (1940) und „Der Seewolf“ (1941). 

Über die Stadttheater Reichenberg und Mährisch-Ostrau kam er an die Wiener Scala, das Renaissance Theater in Berlin, das Theater an der Wien und 1940 schließlich an das Theater in der Josefstadt, wo er mit Unterbrechungen bis 1988 engagiert war. Noch bevor er an die Josefstadt kam wurde Hans Holt auch für den Film entdeckt, wo er besonders als „Musensohn“ eingesetzt wurde. So spielte er beispielsweise 1942 in „Brüderlein fein“ Ferdinand Raimund und in „Wen die Götter lieben“ den Mozart mit impulsiven Gefühlsbewegungen.


Mit ihren Eltern wohnte sie später in einem Haus in der Speisinger Straße 28, wo sich auch eine Gedenktafel befindet. Bereits als 11jährige stand sie in einem Speisinger Gasthaus bereits auf der Bühne. Hansi Niese nahm niemals Schauspielunterricht und trotzdem trat sie schon früh in Schwenders Vergnügungsetablissement am Braunhirschengrund auf.
Hansi Niese wurde immer wieder als „echte Wiener Schauspielerin“ beschrieben. Sobald sie eine Bühne betrat, strahlte sie eine herzliche Gemütlichkeit aus. Beliebt war sie auch für ihre komödiantischen Darstellungen und dem Schneiden von Grimassen. Auch einfache Gesten oder Handbewegungen von ihr sollen beim Publikum schon zu Gelächter geführt haben. Oft wurde sie deshalb auch als „weiblicher Clown“ bezeichnet. Für sie wurden auch eigene Theaterstücke geschrieben, die sogenannten Niese-Stücke, in denen sie das Publikum in Sekundenschnelle vom Lachen zum Weinen bringen konnte. 
Am Wochenende ging sich wieder einmal ein Long Run aus auf den Spuren des Architekten Dominik Avanzo, der heute seinen 115. Todestag hat. Die Familie von Dominik Avanzo stammte ursprünglich aus Südtirol. Er ist in Köln aufgewachsen, wo die Familie eine Papierhandlung und einen Kunstverlag betrieb. Nach dem Besuch der Architekturschule in Wien und einigen Studienreisen, ging Avanzo 1874 nach Wien ins Atelier von Friedrich von Schmidt, der damals bereits Dombaumeister des Wiener Stephansdomes war.
Einige Jahre später wurde Avanzo Professor am Technologischen Gewerbemuseum Wien. Zuerst war Avanzo Kunsttischler und wurde oft mit Innenausstattungen betraut. Avanzo war Restaurator von gotischen Kirchen. In Heiligenkreuz und Lilienfeld hat er die barocken Einbauten mit „stilgerechten“ neugotischen ersetzt. In Wien entwarf er die Schulgebäudekomplexe in der Hegelgasse 14, das Anatomische Institut in der Währinger Straße 13 und auch das populäre Einkehrwirtshaus „Zur goldenen Schnepfe“ in der Dornbacher Straße 88. Villen in Kaltenleutgeben entwarf er genauso wie Denkmale, wie beispielsweise das Ritter-von-Ghega-Grabdenkmal am Wiener Zentralfriedhof. 
Felix Braun war das erste Kind von Karoline Braun und dem späteren Aufsichtsratspräsidenten der Ankerbrotfabrik Eduard Braun. Bereits im Gymnasium zeigte ihm sein Deutschlehrer den Weg zu seinem späteren Beruf. Erste Gedichte folgten bereits während des Studiums in diversen Zeitungen. Auch seinen ersten Roman hatte er bald fertig, doch er entschied sich vorerst doch für den Beruf als Journalist. Mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit hatte er schon während des ersten Weltkriegs Erfolg, und trotzdem entschied er sich oft auch für eine Festanstellung. So nahm er 1918 den Beruf als Lektor im Münchner Verlag von Georg Müller an. Dort verkehrte er mit literarischen Größen wie Hans Carossa, Thomas Mann oder Rainer Maria Rilke.
Im Jahr 1927 erschien Brauns größtes Werk, der tausendseitige Roman „Agnes Altkircher“ über den Zusammenbruch der Donaumonarchie. 1939 flüchtete Felix Braun vor den Nationalsozialisten ins englische Exil, wohin ihn seine Schwester und seine Stiefmutter begleiteten. In England konnte er auf seine langjährige Lehrerfahrung zurückgreifen und wurde Volkshochschul-Dozent für Kunstgeschichte und Literatur in Durham, Oxford, Liverpool und London. Nach seiner Rückkehr nach Österreich im Jahr 1951 wurde er Dozent für Kunstgeschichte, Theater und dramatische Kunst am Reinhardt-Seminar. In der Nachkriegszeit erschienen auch zwei bis heute populäre Buchtitel, wo Braun allerdings als Herausgeber fungierte: „Der tausendjährige Rosenstrauch“ (Wien 1949) und „Die Lyra des Orpheus“ (Wien 1952). Von Brauns Freundschaften wie etwa zu Stefan Zweig erfährt man in seiner Autobiografie „Das Licht der Welt“ sowie in dem Band „Zeitgefährten“. 
Seine Mutter starb 9 Tage nach seiner Geburt und da sein Vater mit der Erziehung überfordert war, schickte dieser ihn mit 16 Jahren in eine Jesuitenschule. Ab April 1776 war Franz von Zahlheim Praktikant und Kanzleianwärter beim Magistrat der Stadt Wien. Man rechnete ihm hohe Karrierechancen an und ab 1783 verdiente er 400 Gulden im Jahr als Beamter. Zuvor arbeitete er aber 8 Jahre als Praktikant ohne Verdienst, musste sich oft wegen Krätze im Spital behandeln lassen und pflegte einen gehobenen Lebensstil. Daher reichte sein Geld oft nicht und er verbrachte viel Zeit in Spelunken und beim Glücksspiel.
Eines Tages entwendete von Zahlheim eine größere Summe von Josefa Ambrokin, um Spitalskosten zu decken. Josefa Ambrokin fiel der Diebstahl nicht auf, doch er beschloss sie zu töten, da er den Diebstahl so verbergen wollte. Er lud Ambrokin in seine Wohnung in die Neutorgasse ein. Später ging sie auf seinen Dachboden um sich etwas auszuleihen. Zusätzlich räumte sie diesen auch auf. Als sie sich über eine Truhe lehnte, attackierte sie Zahlheim von hinten und schnitt ihr die Kehle mit einem Küchenmesser durch. 