Am 21. Todestag von Johann „Hansi“ Scherz, einem österreichischem Karambolagespieler und Weltmeister, ging’s auf meiner heutigen Laufrunde nach Ottakring. Der Hans’l war ein echtes Wiener Kind aus Ottakring. Sein Vater galt als „Kraftlackl“ und bog im Variete die Eisenstangen des „stärksten Mannes der Welt“ wieder gerade. Er war es auch, der dem Hans’l eine Portion Künstlerblut mit auf den Weg gab. So wurde er zu einem der beliebtesten Showmenschen im Billardzirkus.
Im Jänner 1952 wurde er Mitglied bei der BSK Union in der Hackengasse, bei der er bis zu seinem Tod am 23.9.2004 Mitglied blieb. Seine Frau Gerti unterstützte die Karriere ihres Mannes durch ihre Toleranz und ihr Engagement.
Johann Scherz zählte fast drei Jahrzehnte lang zu den besten Karambolagespielern der Welt. Er gewann insgesamt 92 nationale Titel, zwei Europameistertitel und einen Weltmeistertitel. Schon sehr früh gewann der Hans’l Scherz im Café Ritter ein Dreiband-Vorgabeturnier. In der Saison 1958/59 spielte Scherz als erster Spieler der Welt alle Dreibandpartien eines Turniers über 1,00. Überraschend war auch die Saison 1960/61, wo Hans bei der ÖM-Dreiband mit bestem GD Letzter wurde. Seine Gegenspieler Engl, Reichert und Weingartner einigen sich aber darauf, Scherz als österreichischen Vertreter zur EM nach Triest zu entsenden, wo er Europameister wurde. Den spektakulärsten Titel errang Hans 1968 bei der WM in Huelva, wo er im Finale gegen Galvez trotz dessen Heimvorteil (das Finale fand in Galvez‘ eigenem Lokal statt) Weltmeister wurde. ( https://www.bskunion.at/ )
Der Hansi Scherz Lauf:


Vor 141 Jahren wurde auf dem Ersten Internationalen Elektrizitätskongress der elektrische Widerstand Ohm als Maßeinheit festgelegt. Dadurch ehrte man den deutschen Physiker Georg Simon Ohm und seine Arbeit. Da es in Floridsdorf tatsächlich eine Ohmgasse gibt, ging es in der Früh vor 6 Uhr über die Donau. Beim Sonnenaufgang bin ich gerade über die Donau gelaufen. Wunderschön. Die Ohmgasse selbst ist jetzt nicht besonders. Dort gibt’s eigentlich nur Gemeindebauten. Wollte dann mit dem 26er zurück zur U6 fahren, entschied mich aufgrund der langen Sonntagsintervalle noch für zusätzliche 2 Kilometer bis zum Spitz. 
Heute morgen war ich auf dem Weg in die Innere Stadt auf den Spuren des Komponisten Franz Xaver Süßmayr, der in der Singerstraße 8 und auf der Seilerstätte 17 wohnte. Bekannt ist er vor allem durch die Vervollständigung des Requiems KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart nach dessen Tod.
Heute mal ein kurzer Mittagslauf zwischendurch nach Meidling und zurück auf den Spuren des österreichischen Schriftstellers Fritz Stüber-Gunther, der in der Arndtgasse 82 geboren wurde. Stüber-Gunther wurde Finanzbeamter und brachte es bis zum Rechnungshofpräsident. Nebenbei widmete er sich seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Er gehörte zu diesen Volksschriftstellern, die eine ausgesprochene Wiener Tradition darstellen und das Leben des Durchschnittswieners schildern.
Mit Ironie und Sarkasmus erzählte er das Leben in und rund um Wien. Die Geschichten sind meist heiter, aber mit einer gewissen Sozialkritik. Diese Wiener Skizzen sind meistens im Neuen Wiener Tagesblatts und der „Volkszeitung“ herausgegeben.

Dr. Hermine Hug-Hellmuth war die erste Kinderpsychoanalytikerin der Welt und wurde ein Opfer der Gewalt. Sie war Leiterin der Erziehungsberatungsstelle in Sigmund Freuds psychoanalytischem Ambulatorium. Sie war eine Frau mit einer ungewöhnlichen Karriere: Dissertation über Radioaktivität, Lehrerin und Freudschülerin. Sie hat Freuds Lehre von der frühkindlichen Sexualität mit Beobachtungen und vielbeachteten Publikationen zu belegen versucht. Hauptobjekt ihrer Beobachtungen war ihr Neffe Rudolf Hug. Als ihre Schwester starb, war sie für den Buben verantwortlich. Sie hat ihn überall beobachtet: Wie er nuckelte, wie er urinierte und sie dokumentierte auch seine frühkindlichen Erektionen. Auch seine Träume wurden publiziert. Nachdem Rolf mit 14 Jahren zu stehlen begann, hat sie den Burschen entnervt aus seiner Chemiefachschule gerissen und steckte ihn 1922 in ein Schutzheim für verwahrloste Kinder. Rudolf Hug stellte Geldforderungen, die sie manchmal erfüllte, öfters verweigerte. Auch jüngere Analytiker kritisierten Hermine Hug-Hellmuth immer öfters: Ihre Kinderanalyse sei vor allem eine „Neffen-Analyse“.
Ida von Fleischl-Marxow unterhielt einen Salon, in dem KünstlerInnen, SchriftstellerInnen, Theaterleute und Intellektuelle zusammenkamen, darunter etwa Ferdinand von Saar, den sie förderte, und Franz Grillparzer. Sie war unter anderem befreundet mit der Schauspielerin Julie Rettich, der Schriftstellerin Auguste von Littrow und der Frauenrechtlerin Iduna Laube. Besonders enge Freundschaften pflegte sie mit den Schriftstellerinnen Betty Paoli und Marie von Ebner-Eschenbach. 