Schlagwort: schönster Mann des deutschen Films

Der Adolf Anton Wohlbrück Lauf

Kalt und Sonne, optimales Wetter für einen kurzen Morgenlauf nach Wien Hernals, wo in der Jörgerstraße 32 mit Adolf Anton Wohlbrück „der berühmteste Frauenkenner“ zwischen London und Wien geboren ist. Er galt als „schönster Mann des deutschen Films“ und begann seine Karriere an den Bühnen von München und Berlin. Im Weimarer Tonfilm avancierte er zum Hauptdarsteller und Star. Der Max-Reinhardt-Schüler, bei dem immer ein leichter Hauch von Ironie mitschwang, wusste, wie man mit glühenden Blicken und Handküssen Herzen brach. Seine Paraderolle war die des elegant-unterkühlten Liebhabers.

Wohlbrück war überzeugter Nazigegner und Sohn einer jüdischen Mutter, der seine Homosexualität nicht verheimlichte. Deshalb emigrierte er auch 1937 nach London und nannte sich in Anton Walbrook um. Auch im Exil setzte er sich aktiv für jüdische Schauspieler und „nichtarische“ Angehörige deutscher Schauspieler ein, entweder finanziell oder er verhalf ihnen zur Flucht.

Im englischsprachigen Exil verzeichnete er beachtliche Erfolge. Eine seiner ersten Rollen war Prinz Albert im 1937 erschienenen Historienfilm Königin Viktoria. In dem britischen Psychothriller „Gaslight“ übernahm Walbrook die für ihn ungewöhnliche Rolle eines Mörders, der seine Ehefrau manipulierte, um sie nach und nach in den Wahnsinn zu treiben. Adolf Wohlbrück war mit dem Maler Ferdinand Finne liiert, den er 1938 auf einer Zugfahrt in Frankreich kennen gelernt hatte. Die Beziehung endete 1946, nachdem Wohlbrück eine Affäre mit dem Engländer Eugene Edwards begonnen hatte. Mit dem gut 30 Jahre jüngeren Mann, dem er einen Blumenladen einrichtete, blieb Wohlbrück bis zu seinem Tod verbunden. ( https://kurier.at/kultur/retro-ueber-schauspieler-adolf-wohlbrueck-im-filmarchiv-der-beruehmteste-frauenkenner-zwischen-wien/401804335 )

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