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Der Dominik Avanzo Lauf

Am Wochenende ging sich wieder einmal ein Long Run aus auf den Spuren des Architekten Dominik Avanzo, der heute seinen 115. Todestag hat. Die Familie von Dominik Avanzo stammte ursprünglich aus Südtirol. Er ist in Köln aufgewachsen, wo die Familie eine Papierhandlung und einen Kunstverlag betrieb. Nach dem Besuch der Architekturschule in Wien und einigen Studienreisen, ging Avanzo 1874 nach Wien ins Atelier von Friedrich von Schmidt, der damals bereits Dombaumeister des Wiener Stephansdomes war.

Einige Jahre später wurde Avanzo Professor am Technologischen Gewerbemuseum Wien. Zuerst war Avanzo Kunsttischler und wurde oft mit Innenausstattungen betraut. Avanzo war Restaurator von gotischen Kirchen. In Heiligenkreuz und Lilienfeld hat er die barocken Einbauten mit „stilgerechten“ neugotischen ersetzt. In Wien entwarf er die Schulgebäudekomplexe in der Hegelgasse 14, das Anatomische Institut in der Währinger Straße 13 und auch das populäre Einkehrwirtshaus „Zur goldenen Schnepfe“ in der Dornbacher Straße 88. Villen in Kaltenleutgeben entwarf er genauso wie Denkmale, wie beispielsweise das Ritter-von-Ghega-Grabdenkmal am Wiener Zentralfriedhof.

Dominik Avanzo war ein Architekt, der strikt der Tradition verpflichtet war. Daher findet man bei ihm kaum innovative Gestaltungselemente. Seine Aufgeschlossenheit gegenüber modernen Anforderungen zeigt sich oft aber doch, wie etwa beim Bauvorhaben am Anatomischen Institut.

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