Der Johann Ernst Hoyos-Sprinzenstein Lauf

Der Johann Ernst Hoyos-Sprinzenstein Lauf

Mein Lauf am Dienstag führte mich in die kleine Hoyosgasse hinter der Karlskirche. Wer war eigentlich dieser Hoyos? Johann Ernst Hoyos entstammte dem Adelsgeschlecht Hoyos, das im 16. Jahrhundert aus Spanien nach Niederösterreich eingewandert war. Im Alter von 20 Jahren trat er in die österreichische Landwehr ein und wurde Kommandeur eines Bataillons, das er aus eigener Tasche bezahlte. Mit seinem Bataillon nahm er an den Feldzügen von 1813, 1814 und 1815 in Italien und Frankreich teil. 1836 wurde er Ritter des Goldenen Vlieses und Generalmajor, 1838 dann Feldmarschallleutnant.

Graf Hoyos war kein Berufssoldat, aber er nahm als Freiwilliger der Wiener Landwehr von 1809 bis 1815 an den Napoleonischen Kriegen teil. Nach dem Ausbruch der Märzrevolution in Wien wurde der bereits 70 Jahre alte Hoyos am 14. März 1848 zum Oberkommandanten der Wiener Nationalgarde ernannt, war aber mit seinen eher gemäßigten Methoden nicht in der Lage, Wien zu befrieden. Nach der Revolution zog sich Hoyos ins Privatleben auf sein Schloss bei Horn zurück, wo er am 23. Oktober 1849 einen Reitunfall im benachbarten Mold erlitt und an dessen Folgen verstarb. Eine Gedächtniskapelle an dieser Stelle erinnert heute daran. Vielleicht führt mich an dieser Kapelle auch einmal ein Lauf vorbei.

Bereits im Jahr 1900 wurde die kleine Hoyosgasse nach ihm benannt. Die Hoyosgasse wurde anstelle einer Gartenanlage hinter der Karlskirche angelegt. In der Hoyosgasse befinden sich zwei späthistorische Baublöcke: Der Kreuzherrenhof und das Mietpalais Hoyos-Sprinzenstein.

Der Johann Ernst Hoyos-Sprinzenstein Lauf:

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