Kategorie: Sport

Der Resi Hammerer Lauf

Heute wieder einmal ein historischer Lauf in die Innenstadt auf den Spuren der österreichischen Skirennläuferin Therese „Resi“ Hammerer, die heute 101 Jahre alt geworden wäre. Gestorben ist sie allerdings im Juni 2010. Resi Hammerer gewann die Bronzemedaille in der Abfahrt bei den Olympischen Winterspielen 1948, wurde vierfache österreichische Meisterin und gewann mehrere internationale Rennen.

Die Vorarlbergerin Resi Hammerer stammte aus dem Kleinwalsertal. Unter anderem gewann Resi Hammerer im Winter 1948/49 in der Hahnenkammabfahrt von Kitzbühel und belegte dort Rang zwei im Slalom und in der Kombination.

Aufgrund ihrer Verdienste als Skirennläuferin erhielt Hammerer die damals noch notwendige Genehmigung für die Herstellung von Textilien. Nach dem Ende ihrer Skikarriere begann sie mit der Produktion eigener Skibekleidung und eröffnete in Bregenz ein Sport-Mode-Geschäft. In den 1950er- und 1960er-Jahren folgten weitere Filialen in Wien und Linz. Neben der Winterbekleidung wurde sie vor allem für ihre Trachten- und Loden-Kollektionen international bekannt und erhielt mehrere Auszeichnungen.

Nach ihrer Heirat mit einem Wiener Rechtsanwalt zog Therese Hammerer nach Wien. Dort entwickelte sie im Laufe der Zeit eine eigenständige hochwertige Kollektion: „Loden und Sportcouture“. Das Wesentliche an ihren Textilien waren die immer wiederkehrenden Farben, insbesondere das Hammerer-Oliv. Die Teile blieben über viele Saisonen kombinierbar. Sie verwendete in erster Linie hochwertigen österreichischen Loden im Winter und Leinen im Sommer. Die Kollektionen wurden in ihrem Atelier in der Wollzeile 17 entwickelt. Resi Hammerer eröffnete neben dem Ursprungsgeschäft in Bregenz eigene Boutiquen in Wien, Linz und Innsbruck. Die Boutique in Wien befand sich in der Himmelpfortgasse 6, wo sich jetzt neben dem Cafe Frauenhuber eine leere Geschäftsfläche befindet. In Köln und München wurden Geschäfte als Franchise betrieben.

Aufgrund ihres Alters verkaufte sie 1989 ihr Unternehmen an die Mode Holding in München. Von dort übernahm Dr. Peter Frey 1992 die Firma und brachte sie in die Gruppe Lodenfrey ein. (Quelle: https://www.resi-hammerer.com )

Der Resi Hammerer Lauf:

Der Hansi Scherz Lauf

Am 21. Todestag von Johann „Hansi“ Scherz, einem österreichischem Karambolagespieler und Weltmeister, ging’s auf meiner heutigen Laufrunde nach Ottakring. Der Hans’l war ein echtes Wiener Kind aus Ottakring. Sein Vater galt als „Kraftlackl“ und bog im Variete die Eisenstangen des „stärksten Mannes der Welt“ wieder gerade. Er war es auch, der dem Hans’l eine Portion Künstlerblut mit auf den Weg gab. So wurde er zu einem der beliebtesten Showmenschen im Billardzirkus.

Im Jänner 1952 wurde er Mitglied bei der BSK Union in der Hackengasse, bei der er bis zu seinem Tod am 23.9.2004 Mitglied blieb. Seine Frau Gerti unterstützte die Karriere ihres Mannes durch ihre Toleranz und ihr Engagement.

Johann Scherz zählte fast drei Jahrzehnte lang zu den besten Karambolagespielern der Welt. Er gewann insgesamt 92 nationale Titel, zwei Europameistertitel und einen Weltmeistertitel. Schon sehr früh gewann der Hans’l Scherz im Café Ritter ein Dreiband-Vorgabeturnier. In der Saison 1958/59 spielte Scherz als erster Spieler der Welt alle Dreibandpartien eines Turniers über 1,00. Überraschend war auch die Saison 1960/61, wo Hans bei der ÖM-Dreiband mit bestem GD Letzter wurde. Seine Gegenspieler Engl, Reichert und Weingartner einigen sich aber darauf, Scherz als österreichischen Vertreter zur EM nach Triest zu entsenden, wo er Europameister wurde. Den spektakulärsten Titel errang Hans 1968 bei der WM in Huelva, wo er im Finale gegen Galvez trotz dessen Heimvorteil (das Finale fand in Galvez‘ eigenem Lokal statt) Weltmeister wurde. ( https://www.bskunion.at/ )

Der Hansi Scherz Lauf: