Kategorie: Musik

Der Norbert Sterk Lauf

Heute früh ging es laufend wieder einmal westwärts hinter dem Roten Berg vorbei die Veitingergasse hinauf, wo der Komponist Norbert Sterk wohnt und dort auch seine Logopädie Praxis hat. Norbert Sterk hat heute seinen 57. Geburtstag und studierte am Wiener Konservatorium Klavier, Kontrabass, Tonsatz und Komposition. An der Universität Wien studierte er auch noch Philosophie, Musik- & Theaterwissenschaft.

Gleichzeitig absolvierte er auch die Ausbildung zum Logopäden und besuchte Seminare bei den Komponisten Ernst Krenek, Kurt Schwertsik, Alfred Schnittke, Karl Heinz Füssl und Ivan Eröd.
Seine Kompositionen werden weltweit bei vielen Festivals wie Wien Modern aufgeführt. Er arbeitet auch viel mit Künstlern anderer Sparten zusammen, wie beispielsweise den Malern und Malerinnen Elisabeth Holzer und Federico Vecchi und den Schriftstellern Semier Insayif und Doron Rabinovici. ( https://www.norbert-sterk.at/artikel/text//bio )

Der Norbert Sterk Lauf:

Der Hansl Schmid Lauf

Heute hätte der Interpret des Wiener Liedes, Hansl Schmid, seinen 128. Geburtstag gehabt. Daher begab ich mich bei meinem heutigen Lauf auf die Spuren dieses Interpreten. Sein Geburtshaus befindet sich in Ottakring in der Redtenbachergasse 45, wo sich auch eine Gedenktafel befindet. Schon in den 1920er Jahren hatte Hansl Schmid schon viele Auftritte in Wiener Heurigenlokale.

Aufgrund seiner mittlerweile sehr hohen Popularität wurde Hansl Schmid 1940 zu einem Vortrag in ein Heurigenlokal im Scheiberweg gerufen, wo er auf Joseph Goebbels und dessen Berliner Begleitung traf. Am Ende seines Fiakerlieds erkundigte sich der Propagandaminister von wem das schöne Lied sei. Hansl Schmid antwortete, dass das Lied „von einem Juden“ sei, Goebbels soll die Antwort ignoriert haben.

An seinem Geburtstag am 1. Dezember 1952 eröffnete Schmid das ehemalige Kaffeehaus Theresienhof als Cafe Schmid Hansl, das bis heute ein beliebter Auftrittsort von Wienerliedsängern und Schrammelmusikern ist. Vor der Übernahme des Lokals warnte ihn der ehemalige Besitzer des Kaffees noch: „Ich sage Ihnen ganz ehrlich, die paar Gäste, die kommen, sitzen bei einem kleinen Schwarzen, sieben Glaseln Wasser und lernen alle Zeitungen auswendig“.

Aber Hansl Schmid pachtete das Lokal trotzdem. Er wollte nie ein Tagescafe haben, sondern ein kleines Cafe als Nachtlokal zur Pflege des gesellschaftlichen Kontaktes und vor allem des Wienerliedes. Der Kauf des Lokals war für Hansl Schmid ein Experiment. Am Eröffnungstag hatte er nur mehr 10 Schilling. Darauf sagte er nur: „Entweder es wird ein Erfolg oder die Pfändungsbeamten werden in den nächsten Tagen auftauchen„. Doch schon am Eröffnungstag strömten die Gäste in das neue Lokal. Mittlerweile hat das Cafe nur mehr an Wochenenden offen oder wenn ein Konzert stattfindet. Es wird also Zeit, dieses Lokal einmal zu besuchen. ( https://www.schmidhansl.wien/cafe/cafe-schmid-hansl/ )

Der Hansl Schmid Lauf:

Der Erich Wolfgang Korngold Lauf

Bei Temperaturen um 0 Grad und blauem Himmel, nachdem die Sonne aufgegangen ist, war ich bei meinem heutigen Morgenlauf auf den Spuren des österreichisch-amerikanischen Komponisten Erich Wolfgang Korngold unterwegs. Korngold wurde in eine jüdische Familie geboren und galt bald als musikalisches Wunderkind. Schon mit 11 Jahren erregte er Aufsehen, als er das Ballett „Der Schneemann“ komponierte. In der Theobaldgasse, wo er aufwuchs und die meiste Zeit wohnte, komponierte er mit der Oper „Die tote Stadt“ sein bedeutendstes Werk. 1934 während der Zeit des Austrofaschismus folgte Korngold der Einladung von Max Reinhardt nach Hollywood, um für dessen Film „A Midsummer Night’s Dream“ (Ein Sommernachtstraum) die Filmmusik zu arrangieren. Daraufhin verbrachte er die nächsten Jahre vor allem die Winter in Kalifornien als Filmkomponist der Warner Brothers.

Für Warner Brothers bedeutete die Verpflichtung Korngolds einen Prestigegewinn und er erhielt mehr Freiheiten als andere Filmkomponisten. Er durfte sich seine Projekte frei aussuchen und erhielt ein großzügiges Gehalt. Für den 1936 entstandenen Film „Anthony Adverse“ erhielt er im Folgejahr den Oscar, den zweiten Oscar dann 1938 für „Robin Hood – König der Vagabunden“. Er beeinflusste auch die Musik von John Williams zu Star Wars. Insgesamt verfasste er zwischen 1935 und 1946 die Musik für 19 Filme, insbesondere für Abenteuerstreifen wie „Der Herr der sieben Meere“ (1940) und „Der Seewolf“ (1941).

Seine Kontakte zu Warner Brothers ermöglichten es ihm auch während der nationalsozialistischen Machtübernahme seine Familie und seine Eltern zu sich in die USA zu holen. Er starb am 29. November 1957 nach einem Herzinfarkt und wurde auf dem Hollywood Forever Cemetery in Los Angeles beerdigt. Seine Frau Luzi folgte ihm im Jahre 1962. Die schlichte Grabplatte ziert das Notenzitat „Glück, das mir verblieb“ aus seiner berühmten Oper Die tote Stadt.

Der Erich Wolfgang Korngold Lauf:

Der Emanuel Aloys Förster Lauf

Emanuel Aloys Förster war ein österreichischer Musikpädagoge und Komponist. Schon als Jugendlicher komponierte Förster Konzerte und Sonaten nach seinem Gehör. In Wien heiratete er Eleonore von Reczka, wodurch er Kontakte zu Wiener Adelshäusern erhielt. Dadurch wurde natürlich auch seine Bekanntheit gefördert. Die Familie Förster bekam 5 Kinder und lebte in der Judengasse 11. Tochter Eleonore wurde ebenfalls eine bekannte Pianistin.

Mit Mozart und Haydn pflegte er einen freundschaftlichen Umgang. Den 22 Jahre jüngeren Ludwig von Beethoven lernte er beim Fürsten Karl Lichnowsky kennen. Beethoven führte ihm auch Schüler zu. Ab 1800 veranstaltete Förster regelmäßig Hauskammermusikabende. Ludwig van Beethoven lernte er 1802 kennen, als er in Beethovens Wohnhaus am Petersplatz einzog. Auf Drängen von Beethoven veröffentlichte Förster das pädagogische Lehrwerk „Anleitung zum Generalbaß“.

Der Emanuel Aloys Förster Lauf:

Der Isolde Ahlgrimm Lauf

Frühmorgens um 6 Uhr, um diese Zeit ist es noch dunkel in Wien. Man merkt also, der Sommer ist nun endgültig vorbei. Diesmal ging es in den Seitenstraßen Wiens bis zur Strudlhofstiege, wo an mehreren Adressen (Bandgasse 19, Lammgasse 10 und Strudlhofstiege 17) die weltbekannte Cembalistin Isolde Ahlgrimm lebte.

Die Cembalistin Isolde Ahlgrimm ebnete schon ab Mitte der 1930er Jahre neue Zugänge zur Interpretation Alter Musik. Eine Sensation in den 1950er Jahren war es, wie sie die Musik von Johann Sebastian Bach interpretierte. So hatte seine Musik auf Platte zuvor noch nie geklungen. Mit Ende 30 verfügte Isolde Ahlgrimm nicht schon über viel Erfahrung, sondern auch über eine Vielzahl historischer Instrumente. Sie hatte kein Vorbild und auch keinen Lehrer. Die neue alte Art Cembalo zu spielen entdeckte Isolde Ahlgrimm für sich selbst.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Erich Fiala sammelte sie ab 1937 historische Instrumente und veranstaltete über zwei Jahrzehnte lang die „Concerte für Kenner und Liebhaber“. Johann Sebastian Bach war der zentrale Komponist in ihrer künstlerischen Arbeit. „Es gilt für den heutigen Musiker dasselbe wie für den damaligen. Er hat die Aufgabe, die Musik so zu verzieren, wie es damals der Komponist von ihm erwartet hätte, auch spontan, ohne Vorausplanung.“, so Isolde Ahlgrimm. ( https://www.deutschlandfunk.de/biographie-ueber-cembalistin-isolde-ahlgrimm-pionierin-der-100.html )

Der Isolde Ahlgrimm Lauf:

Der Franz Xaver Süßmayr Lauf

Heute morgen war ich auf dem Weg in die Innere Stadt auf den Spuren des Komponisten Franz Xaver Süßmayr, der in der Singerstraße 8 und auf der Seilerstätte 17 wohnte. Bekannt ist er vor allem durch die Vervollständigung des Requiems KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart nach dessen Tod.

Als er nach seiner Schulzeit in Kremsmünster nach Wien gekommen ist, lernte er Wolfgang Amadeus Mozart kennen. Nicht umsonst ist die Singerstraße 8 gegenüber vom Deutschordenhaus, wo Mozart wohnte. Süßmayr war Schüler von Antonio Salieri und laut Constanze Mozarts ab 1790/91 auch Schüler Mozarts.

Gerüchte gibt es bis heute, dass Franz Xaver Wolfgang Mozart (1791–1844) der Sohn Süßmayrs sei, der ebenfalls Franz Xaver hieß. Wäre Süßmayr der Sohn von Franz Xaver, dann müsste die Zeugung in Baden stattgefunden haben, wohin Constanze regelmäßig zur Kur fuhr und von Süßmayr begleitet wurde mit Mozarts ausdrücklicher Zustimmung, um „auf Constanze aufzupassen.

Der Sohn wurde am 26. Juli 1791 geboren. Falls Mozart selbst der leibliche Vater war, wäre der Sohn 17 Tage zu früh geboren: Denn Mozart war im Oktober 1790 auf Reisen und kehrte erst am 10. November wieder zurück. Der Name Franz Xaver erscheint aber nur im Taufregister und Mozarts letztes Kind wurde von seinen Eltern von Geburt an immer Wolfgang (oder „Wowi“) genannt.

Der Franz Xaver Süßmayr Lauf:

Der Franz Aspelmayr Lauf

Viel ist nicht über den österreichischen Komponisten Franz Aspelmayr bekannt, der in der Wollzeile 34 lebte und dort auch gestorben ist. Trotzdem eine lockere Laufrunde mit meinen neuen Laufschuhen, die ich gestern beim Blutsch erworben habe.

Aspelmayr ist vor allem als Theaterkomponist und hier vor allem als Schöpfer von abendfüllenden Ballett-Musiken in die Geschichte eingegangen. Er war auch einer der wichtigsten Komponisten für den französischen Tänzer und Choreografen Jean-Georges Noverre in dessen Wiener Zeit.

Von historischer Bedeutung ist auch Aspelmayrs Vertonung von Rousseaus Monodram Pygmalion, die erste im deutschsprachigen Raum. Man weiß leider nicht sehr viel über das Leben und Werk von Franz Aspelmayr. Zumindest hat Joseph Haydn einige der Trios und Quartette Aspelmayrs gekannt, in denen sich der Übergang vom Barock zum modernen drei- und vierstimmigen, stilistisch von italienischen Vorbildern inspirierten Divertimento-Stil spiegelt. Damit steht Aspelmayr im Vorzimmer der Wiener Klassik – vor allem der neuen Gattung des Streichquartetts.

Der Franz Aspelmayr Lauf:

Der Jakob Dont Lauf

Optimale Lauftemperaturen, sonnig und kühl. Besser geht’s kaum. Zuerst ein wenig durch den 7. und 8. Bezirk, danach über die Lindengasse und die Felberstraße wieder einmal nach Schönbrunn. Perfekt. Aktuell eher langsameres Tempo.

Geburtshaus Jakob Dont

 

Jakob Dont war ein österreichischer Violonist, Violinpädagoge und Komponist. Er hatte bereits in der Kindheit seinen ersten Violinunterricht. Am Konversatorium war Jakob Dont ein Schüler von Joseph Böhm (1795–1876) und von Georg Hellmesberger senior. Bereits im Alter von 16 Jahren wurde er Mitglied des Hofburgtheater-Orchesters. Drei Jahre später trat er in die Wiener Hofkapelle ein.

 

Wohnhaus Jakob Dont

Ab 1871 wirkte Dont am Wiener Konservatorium. Diese Anstellung verließ er, weil man ihm hier die Verwendung seiner eigenen Unterrichtswerke verbot. Sein kompositorisches Schaffen erstreckte sich hauptsächlich auf innovative pädagogische Werke. 37 Werke gelten noch heute als wichtiges Übungswerk für Violinisten.

 

 

 

 

Der Jakob Dont Lauf:

Der Mozart Lauf

Nach knapp einer Woche wieder einmal ein Lauf, daher lockerer und eher langsam. Ein bisserl warm war es heute auf den Spuren von Wolfgang Amadeus Mozart, der heute seinen 269. Geburtstag gehabt hätte. Nicht nur in Salzburg, auch in Wien gibt es genügend Plätze, die an ihn erinnern.

Im Burggarten gibt es das Mozartdenkmal. Das Wohn- und Sterbehaus von Mozart befindet sich in der Rauhensteingasse 8. Dieses Gebäude gibt es leider nicht mehr. Hier steht mittlerweile das Kaufhaus Steffl. Die Gedenktafel befindet sich am Nebenhaus. Das Haus in der Rauhensteingasse trug den Namen „Kleines Kaiserhaus“. 1791 wohnte Wolfgang Amadeus Mozart im ersten Stock des Ecktraktes und komponierte hier „Die Zauberflöte“. . In den Morgenstunden des 5. Dezember 1791 starb Mozart hier. 1847 entstand hier der Mozarthof, den es aber ebenfalls nicht mehr gibt. Mittlerweile befindet sich dort das Kaufhaus Steffl.

Im Deutschordenhaus in der Singerstraße 7 wohnte Mozart nur eine sehr kurze Zeit – vom 18. März bis 2. Mai 1781 – aber dort war der Startpunkt seines neuen Lebens in Wien. Zu dem Haus gehört ein kleiner Konzertsaal, in welchem Mozart im Auftrag des Erzbischofs musizierte. Mozart musste weder Miete noch Essen selbst bezahlen, konnte musizieren und lebte im Zentrum Wiens. Trotz allem provozierte er den Erzbischof so weit, dass dieser ihn letzten Endes hinaus warf.

In der Domgasse 5 befindet sich die einzige Wohnung von Wolfgang Amadeus Mozart, die bis heute erhalten ist. Seine Wohnung im ersten Stock ist geradezu herrschaftlich: mit vier Zimmern, zwei Kabinetten und einer Küche, denn sein ganzes Leben lang hat er einen Hang zu Äußerlichkeiten. Auch schicke Kleider und Schnallenschuhe sind ein Must!
Wolfgang Amadeus verbringt hier seine wahrscheinlich glücklichsten Jahre. Jedenfalls behält er keine andere Wohnung so lang wie diese.
In der Domgasse 8 befand sich zwar keine Wohnung von Mozart, aber ich fand dort eine Tafel, auf der stand „Hier hätte Mozart Areal Silk gemacht“ – was auch immer das bedeutet. Weiß da jemand bescheid über die nähere Bedeutung?

Im vierten Bezirk gibt es noch den Mozartplatz und den Mozartbrunnen. Der Brunnen soll an die Uraufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Zauberflöte erinnern, die 1791 im Freihaustheater auf der Wieden stattfand. Die Bronzegruppe zeigt Tamino und Pamina, die Hauptfiguren der Zauberflöte.

 

Der Mozart Lauf:

 

Der Josef Petrak Lauf

Der heutige Start in meinen Morgenlauf war etwas mühsam, Füße fühlten sich etwas müde an. Im Nachhinein bin ich dann überrascht, dass es dann doch einigermaßen flott war. Hätte ich so nicht erwartet. War jedenfalls am heutigen Josef Petrak Tag ziemlich bei mir in meinen Gedanken. Das tut dann ziemlich gut.

Wer war Josef Petrak? Josef Petrak war ein Liedtexter und Komponist, der zahlreiche Wienerlieder und Schlager textete. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Liedtext zu „Wie Böhmen noch bei Öst’reich“ war von 1953, das vor allem in der Interpretation von Peter Alexander populär wurde. Er gründete auch den Verband der österreichischen Textautoren, der sich in der Baumanngasse befindet. Josef Petrak selbst lebte im Wiener Alsergrund in der Servitengasse. Er trägt das Schicksal vieler Textautoren, da man die Komponisten meistens kennt, den Textautor aber sehr selten. Die meisten Lieder schrieb er mit Josef Fiedler. Die beiden „Pepis“ trafen sich einmal in der Woche und blieben bei einer Flasche Wein so lange sitzen, bis ein Lied fertig  war.

Josef „Joschi“ Petrak war in sein Wien verliebt und war ein „Worteschmied“. Eines seiner Wiener Lieder war „Ich trag‘ im Herzen drinn, ein Stückerl altes Wien“. was Hörbiger und Moser im Film „Wir bitten zum Tanz“ gemeinsam gesungen hatten. Seine besten Arbeiten entstanden meist „draußen bei einem guten Glaserl“ beim Kierlinger in Nußdorf.
Einer seiner letzten Liedtexte war „Immer stiller, immer leiser wird der Mensch, wenn er älter wird“, dazu machte Sohn Rainer die Musik. Am 11. Mai 1979 verstarb er plötzlich in einem Taxi, als er seinen Freund, den Musiker-Komponisten Fritz Schrott, bei den Barmherzigen Brüdern besuchen wollte.

 

Der Josef Petrak Lauf: